21 Jump Street

Teile

Drogentrip Nur im Kino
21 Jump Street
Schmidt (Jonah Hill) und Jenko (Channing Tatum) wollen endlich die Probleme ihrer Jugend hinter sich lassen. Sie bewerben sich bei der Polizei, schließen sich dort einer geheimen Einheit namens Jump Street an und nutzen ihr jugendliches Aussehen, um verdeckt in einer Highschool zu ermitteln.

Die beiden tauschen ihre Waffen und Polizeimarken gegen Schulrucksäcke aus und riskieren ihre Leben, um einen brutalen und gefährlichen Drogenring auffliegen zu lassen. Aber sie müssen feststellen, dass die Highschool nicht mehr das ist, was sie noch ein paar Jahre zuvor war – und sie rechnen nicht damit, dass sie die Schrecken und Ängste von Teenagern sowie all die Probleme, die sie schon überwunden zu haben glaubten, aufs Neue durchleben müssen.

Kritik

Hollywood schöpft dieser Tage gerne aus der Vergangenheit – mit Remakes, Reduktionen, Neufassungen und Neuauflagen. Da freut man sich, wenn ein Film sich dieses Trends voll und ganz bewusst ist, sich darüber lustig macht und tatsächlich als achtbare Aktualisierung des Originals daherkommt.

Dies ist der Fall bei 21 Jump Street: Jonah Hill und Channing Tatum spielen die Hauptfiguren in einem Film, der vage auf Johnny Depps Fernsehserie aus den Jahren 1987 - 1991 basiert. Schmidt (Hill) und Jenko (Tatum) sind zwei Polizisten, die verdeckt als Schüler einer Highschool ermitteln. Sie sollen einen Drogenring auffliegen lassen, der an der Schule eine neue Designerdroge in Umlauf bringt. Doch die soziale Hackordnung an der Highschool ist völlig anders, als sie es gewohnt sind – die beiden haben arge Schwierigkeiten, sich zu integrieren, und sehen sich mit allerhand Teenagerproblemen konfrontiert, während sie ihren schwierigen Fall zu lösen bemüht sind.

Im Gegensatz zur Fernsehserie, die in der Reagan-Ära spielte, hat man bei der Filmversion nie das Gefühl, man würde den Werbespot einer Anti-Drogen-Kampagne schauen. Stattdessen gibt es reichlich was zu lachen: der Film spielt mit den komischen Situationen, in denen sich Schmidt und Jenko wiederfinden, als sie wieder zur Schule gehen; zudem werden das Genre des Cop-Films sowie Actionfilme im Allgemeinen auf die Schippe genommen. Jonah Hill hat auch als Drehbuchautor dafür gesorgt, dass die üblichen Bonmots, die in vielen Cop-Filmen einfach nur peinlich sind, hier erst gar keine Chance kriegen. Wie bei seinen Filmen Superbad und Beim ersten Mal, so sind auch hier reichlich scharfzüngige, witzige, krasse und umwerfend komische Dialoge zu finden, die perfekt zu Tatums überraschenden komödiantischen Fähigkeiten passen.

Wer immer eine Neuverfilmung drehen oder noch mal zur Highschool gehen möchte, aufgepasst: So macht man das.

Pluspunkte:
- Cameos von Originalschauspielern der Fernsehserie
- Channing Tatum zeigt eine andere Seite als in den kitschigen Romantikkomödien, aus denen wir ihn kennen
- ein cleveres und selbstbewusstes Drehbuch bietet reichlich Humor

Minuspunkte:
- das Tempo könnte stellenweise etwas höher sein